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Sicheres Spielzeug für Kleinkinder

Die passenden Spielsachen zu kaufen ist für Eltern und Verwandte oft nicht ganz einfach. Das neue Kuscheltier oder die Bausteine sollen nicht nur gefallen, sondern müssen auch sicher sein, denn Spielzeug kann möglicherweise giftige Stoffe enthalten oder Verletzungsgefahren bergen. Einige Punkte sollten deswegen beim Kauf beachtet werden.

Gesetzliche Vorgaben für Spielsachen

Spielsachen dürfen laut Gesetz keine zu scharfen Kanten besitzen oder über verschluckbare Teile verfügen. Elektrisches Spielzeug darf nur mit einer vorgegebenen Spannung betrieben werden und viele Schadstoffe sind mittlerweile ebenfalls verboten. Die gesetzlichen Regelungen sind jedoch lückenhaft, so sind zum Beispiel viele bekannte Schadstoffe nach wie vor erlaubt. Um sicher zu gehen, dass Spielsachen wenigstens die gesetzlichen Auflagen erfüllen, muss man auf das GS-Zeichen mit Prüfinstitution achten. Das GS-Zeichen wird von unabhängigen Stellen vergeben, die die Einhaltung der Vorgaben überprüfen. Wenn die Prüfinstitution fehlt, könnte das Siegel möglicherweise gefälscht sein. Weitere Spezialsiegel weisen ebenfalls auf eine gute Qualität hin. So stehen zum Beispiel der ÖkoTex Standard 100 für die Textilqualität, das VDE für elektrische Sicherheit oder Spiel gut für eine pädagogische Eignung.

Vorsicht bei Kunststoffen und Weichmachern

Gerade Plastik Spielsachen sind oft voll von PVC und Weichmachern. Hier sollte darauf geachtet werden, dass das Spielzeug weder Weichmacher noch PVC enthält, da diese für das Kind schädlich sein können. Spielzeug aus PP (Poly-Propylen) oder PE (Poly-Ethylen) sollte bevorzugt werden. Die Kunststoffart ist auf dem fertigen Produkt oft nur als Nummer angegeben. Die Nummer für PVC ist 3 und sollte möglichst gemieden werden. Auch auf eine Angabe des Herstellers und des Ursprungslandes auf der Verpackung sollte geachtet werden, denn seriöse Firmen haben mit diesen Angaben kein Problem. Fehlt die Herstellerangabe, sollte man das Produkt lieber nicht kaufen. Zusätzlich sollte man vor dem Kauf prüfen, ob das Spielzeug unangenehm riecht oder abfärbt, denn beides kann darauf hinweisen, dass sich Schadstoffe in den Spielsachen befinden. Die Qualität eines Plüschtieres kann zum Beispiel mit einem leichten Zupfen festgestellt werden. Lösen sich Haare oder gar verschluckbare Teile wie die Augen, sollte man das Produkt nicht kaufen.

Holzspielzeug ist oft nicht schadstofffrei

Nicht nur Kunststoffspielzeug sollte auf Schadstoffe überprüft werden. Holzspielzeug kann ebenso Schadstoffe enthalten, weswegen man besser auf unlackiertes, gewachstes Holz zurückgreifen sollte. Spielzeug aus Sperrholz oder Pressspan ist verleimt und kann dadurch Schadstoffe enthalten. Bei Spielzeug, vor allem für Kleinkinder, sollte auf Vollholz geachtet werden, denn dieses beinhaltet nur selten schädliche Stoffe.